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Von solchen Nächten…

Ich gehe durch einen dunklen Gang. Überall sind Uhren. Dieser Gang sieht dunkel aus,ist aber trotzdem auf merkwürdige Weise fast weiß. Der Gang zweigt in viele verschiedene Räume ab,die mein Leben darstellen. Mein Zuhause, die Schule.. Vielleicht IST der Gang auch mein Leben,so genau kann ich das nicht erkennen.
Ich bin gehetzt. Ich fühle mich gestresst und habe Angst. Ich spüre deutlich, dass ich irgendetwas erledigen muss,weil sonst etwas sehr,sehrSchreckliches passiert. Ich weiß nur nicht, WAS ich machen muss. Und das ist schrecklich. Ich irre verwirrt umher und fange an zu weinen.
„Mama, ich habe Angst. Hilf mir,Mama!“, schreie ich in die unheimliche Dunkelheit.
Da ist er wieder,dieser unheimliche,schwarz und finster wirkende Mann. Er sagt irgendwas zu mir und ich weiß,dass ich nur noch kurze Zeit habe,um das zu erledigen. Nun weiß ich auch,was ich erledigen muss. Ich muss irgendwie alle Uhren umstellen. Ich spüre,dass das richtig ist,denn was der Mann mir erzählt hat,vergesse ich immer sofort. Egal,wie oft er mir das sagt. Ich merke nur,dass er mich zu irgendetwas zwingt. Ich MUSS es tun,sonst passiert was. Und ich weiß,dass er das verdammt ernst meint.
Ich habe Angst vor ihm,doch er ist nun schon wieder weg. Er kommt und verschwindet einfach so. Ich weiß nicht,woher er kommt oder wohin er geht. Aber er wird wiederkommen.
Wieder schreie ich um Hilfe. Ich will das nicht mehr, ich will nicht,dass irgendetwas Schlimmes passiert. Ich renne und renne,doch der Gang endet einfach nicht. Überall sind Uhren,die laut ticken. Sie jagen mich schon fast. Ich will nur weg!

Plötzlich bin ich wieder hier.Meine Mama hält mich im Arm und redet beruhigend auf mich ein. „Alles wird gut mein Schatz. Du hast nur geträumt..“
Ich weine immernoch,aber langsam realisiere ich,dass ich wieder in Sicherheit bin.
Ich entspanne mich langsam und nach ein paar Minuten führt mich Mama zurück in mein Bett,wo ich sofort ruhig einschlafe.

Ich habe oft Albträume.

Früher bin ich zeitweise fast jede Nacht schlafgewandelt. Auch heute schlafwandle ich noch oft an Vollmond.
Wenn ich geschlafwandelt bin, hatte ich meist den gleichen Albtraum. Ich wusste auch,dass es der gleiche war,aber nie,wovon der handelt..
Erst vor 2 oder 3 Jahren wusste ich,dass ich in diesem Traum gezwungen werde, alle Uhren irgendwie umzustellen. Ich weiß immernoch nicht,wieso ich das machen muss und wer mich dazu bringt, ich weiß nur,dass ich mich schrecklich dabei fühle.
Diesen Traum hatte ich -zum Glück- schon länger nicht mehr..
Manchmal habe ich auch Sachen geträumt,die ich in der Nacht dann wirklich gemacht habe.
Zum Beispiel habe ich mal geträumt,dass ich nachts zu meinen Großeltern rüber gegangen bin und sie geweckt habe,weil Mama und Papa nicht da sind. Als sie mich wieder ins Bett geschickt haben,war der Traum zu Ende.
Am Nächsten morgen erzählte mir Mama,dass ich wirklich drüben war und meinen Traum quasi ausgeführt habe. Das fand ich zeitweise ziemlich unheimlich..
Ich bin sowieso ein eher ängstlicher Mensch. Manchmal habe ich noch während ich träume Angst vor den Folgen.

Manchmal liege ich nachts im Bett und kann nicht schlafen.
Dann sehe ich einen Schatten in der Tür und kann mich nicht mehr bewegen.
Ich habe schreckliche Angst,aber traue mich nicht, irgendetwas dagegen zu machen. Auch wenn der Schatz neben mir liegt,wird es nicht viel besser.
Ich denke in dem Moment,dass da wirklich jemand hinter der Tür ist,der uns irgendetwas Schreckliches an tun will.
Ich schließe dann die Augen und bin starr vor Angst. Ich trau mich nicht,dahin zu schauen.
Wenn ich allein bin,verstecke ich mich unter der Decke und hoffe,dass es schnell vorbei geht,denn eigentlich weiß ich ja,dass nichts ist.
Schlimm ist es auch,nachdem ich einen Horrorfilm oder so geguckt habe.
Dann muss mich der Beste auf Toilette begleiten und nochmal nachschauen,ob alles ok ist.

Jetzt hoffe ich nur,dass ich sowas nicht an meine Kinder vererben kann.
Für mich war das nicht schön,schlafwandeln zu müssen. Das hat was mit Kontrollverlust zu tun. Ich fühle mich dann so hilflos.
Ich bin ein sehr sensibler,schüchterner Mensch.
Ich traue mich manchmal nicht einmal,jemanden anzurufen, aus Angst mich zu blamieren.
Wenn ich Leute kenne,bin ich offener und auch lauter. Aber nur bei richtig guten Freunden kann ich meine Gefühle richtig zeigen. Ich weiß auch nicht,wieso das so ist.
Und weil ich so sensibel und dazu noch ein Kopfmensch bin, habe ich oft Probleme beim einschlafen,weil ich mir über alles Gedanken mache.
Und in diesen Nächten schlafwandle ich öfter.

Habt ihr da Erfahrungen mit? Ist Schlafwandeln erblich bedingt?

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2 Kommentare zu „Von solchen Nächten…

  1. ich kann leider gar nichts zum thema „schlafwandeln“ sagen, denn das blieb mir bisher gott sei dank erspart. ich kann auch verstehen, dass gerade dieser kontrollverlust extrem gruselig ist aber in der regel ist das ja was komplett ungefährliches. na und das mit den ängsten in der nacht ging mir früher manchmal auch so. mittlerweile aber nicht mehr. vielleicht „verwächst“ es sich ja bei dir auch? ich drücke dir die daumen.

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