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Das sind doch gute Neuigkeiten! Oder?!

Ich weiß nicht, ob ich hier schon darüber geschrieben habe, aber in meinen Schwangerschaftsupdates habe ich auf jeden Fall schon darüber gesprochen.

Ich glaube es war bei der Vorsorgeuntersuchung im Oktober, ich war in der 16. Schwangerschaftswoche, als meiner Frauenärztin zum ersten Mal auffiel, dass die Plazenta nicht so liegt, wie sie soll. Sie lag komplett auf dem Muttermund.
Sie sagte mir, dass das noch kein Grund zur Sorge sei, denn die Plazenta kann sich bis zur 30. Schwangerschaftswoche oder sogar noch später noch mit der wachsenden Gebärmutter hochziehen.
Erst einmal habe ich mir darüber keine Sorgen gemacht. Bei den nächsten Terminen konnte die Ärztin noch keine Veränderung feststellen und auch beim Termin im Dezember lag die Plazenta immer noch vor dem Muttermund.
Sorgen habe ich mir noch keine gemacht, meine Ärztin betonte immer wieder, dass sich das noch ändern kann. Mittlerweile war ich in der 24. Schwangerschaftswoche.

Zwei tage später hatte ich einen Termin mit meiner Hebamme. Ihr habe ich auch von der Plazentalage erzählt, da meine Ärztin es noch nicht in den Mutterpass eintragen wollte.
Sie fragte nach, wo genau die Plazenta denn liegt und ich sagte ihr, was die Ärztin mir zwei Tage vorher gesagt hat: auf dem Muttermund und ganz leicht nach vorn.
Das schien meine Hebamme nicht gern zu hören. Sie bat mich, beim nächsten Termin definitiv noch mal danach zu fragen und klärte mich auf, dass es bei so einer Plazentalage auch schon in der Schwangerschaft zu Komplikationen kommen kann und eine natürliche Geburt ist so natürlich auch nicht möglich. Sie sagte aber auch, dass es sich noch verändern kann. Ich sollte mich trotzdem mal ein bisschen darüber informieren, denn meine Wunschvorstellung einer ambulanten Geburt wich ja doch ziemlich von den möglichen Konsequenzen (ein früher Kaiserschnitt) ab.

Das tat ich in den nächsten Tagen dann auch, denn ich kenne mich:
Ich fand den Gedanken einer ambulanten Geburt so toll, dass ich sicherlich sehr enttäuscht gewesen wäre, wenn mir meine Ärztin irgendwann in der 30. Woche oder noch später gesagt hätte, dass das nicht geht.
Also habe ich mich lieber vorab schon einmal etwas informiert, wie ein Kaiserschnitt so abläuft und mich schon etwas von meinem Wunsch verabschiedet. Denn an der Plazentalage kann nun einmal keiner etwas ändern.

Während meines Krankenhausaufenthaltes über Silvester wurde auch noch mal ein Ultraschall gemacht und auch nach der Plazenta geguckt. Mittlerweile war ich fast in der 26. Schwangerschaftswoche und ich hoffte, dass sich wenigstens etwas getan hatte.
Die Ärztin dort konnte aber nichts genaues sagen, da unsere kleine Maus ihren Kopf so tief hatte. Sie konnte nur sehen, dass die Plazenta sowohl nach hinten als auch nach vorn neben dem Muttermund lag, was für eine Lage genau auf dem Muttermund spricht.

Als wir da so durch die Gänge wanderten und auf der Wöchnerinnenstation waren, kam mir mehr als ein Mal der Gedanke, dass ich das so nicht will. Ich mag keine Krankenhäuser und alles fühlt sich dort für mich irgendwie komisch an.
Um mit dem Gedanken warm zu werden, schauten wir uns trotzdem genau um und redeten über ein Familienzimmer und den Krankenhausaufenthalt.

Ich wollte mich emotional darauf vorbereiten und mittlerweile hatte ich mich mit dem Gedanken eines Kaiserschnitts ganz gut abgefunden. Obwohl ich zu dem Mann schon sagte: ich habe mehr Angst vor den Schmerzen nach einem Kaiserschnitt als vor den Schmerzen einer natürlichen Geburt.
Mir hat es aber geholfen, mich mit anderen Frauen auszutauschen, die auch einen Kaiserschnitt hatten.

Nun hatte ich am 09.01. den ersten Frauenarzttermin in diesem Jahr.
Alles war unauffällig und die Ärztin sehr zufrieden. Nur zu der Plazenta sagte sie wenig. Nur, dass die Kleine sie immer noch als Kissen benutzt.
Also habe ich am Ende des Ultraschalls nachgefragt, wie die Lage denn nun ist.
Die Ärztin antwortete darauf, dass sie schon im vag*nalen Ultraschall sehen konnte, dass die Bahn frei ist und auch jetzt hat sich ihr Eindruck bestätigt: ich habe nun eine Vorderwandplazenta, die nicht mehr direkt auf dem Ausgang liegt.
Sie sagte noch etwas wie „Der Kaiserschnitt ist so wohl vom Tisch und ich bin mir sehr sicher, dass die Plazenta sich noch weiter hochzieht!“.

Der Mann sagte gleich, dass das doch gut ist. Er weiß genau, wie sehr ich mir eigentlich eine ambulante Geburt gewüscht habe.

Und ich? Ich war total überrumpelt. Das sind gute Neuigkeiten! Oder?
Ich habe am nächsten Morgen meiner Hebamme mit einem kleinen Update geschrieben und mir, als ich gestern allein Zuhaus war, noch ein paar Gedanken zu dem Thema gemacht.
Ich denke weiterhin, dass es gut war, mich mit dem Thema Kaiserschnitt so auseinanderzusetzen. Und ich freue mich auch, dass eine ambulante Geburt nun wieder möglich ist und ich nicht zwingend einen Kaiserschnitt brauche.
Allerdings habe ich mittlerweile auch Vorteile darin gesehen, die nun natürlich weg fallen.
So wurde das Ganze für mich etwas planbarer.
Ich habe zum Beispiel immer seltener in das Hypnobirthing-Buch geschaut. Ich dachte wohl, ich brauch es nicht.

Nun muss ich mich wihl noch mal neu und anders auf die Geburt vorbereiten und dafür habe ich ja zum Glück auch noch Zeit.
Jetzt werden wir die Geburt vielleicht doch so erleben können, wie ich es wollte. Nicht vorher geplant. Aber ich glaube, dass eben diese Ungewissheit mir Angst macht. Ich habe zu meiner Mutter schon gesagt: „Ich möchte lieber rechtzeitig wissen, dass es ein Kaiserschnitt wird, als unter der Geburt damit überrumpelt zu werden.“
Diese „Gefahr“ besteht nun natürlich wieder.

Aber während ich das hier schreibe, merke ich, dass es eben doch gute Neuigkeiten sind. Ich freue mich darauf, diese Erfahrung zu machen. Natürlich ist da irgendwo auch etwas Angst, aber ich glaube, wir drei schaffen das.

Ich freue mich darauf, diese Erfahrung mit dem Mann und dem Mini gemeinsam zu machen. Auf unsere Weise!

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